Die Lindauer Rollenspiel-Gruppen
Unsterbliche Gier
Unsterbliche Gier

Gruppe: Susi's Asyl

Tagebuch von Tinza


Der Auftrag

Herzog Waldemar ein Bär von einem Mann hatte uns auf der Burg empfangen oder besser zu sich bestellt. Ich wusste nicht wer er war, aber die anderen anscheinend auch nicht. Er ist der Herrscher vom Herzogtum Weiden und ein Meister im Kampf mit der Ochsenherde, so sagt man zumindest.

Als wir in den Saal eintraten war es irgendwie komisch, denn bisher haben wir doch immer versucht mit allen zu sprechen und sind nicht eingeladen worden. Ich kam mir vor als wäre ich vom Stamm bestraft worden. Aber nach einer Weile ging das Gefühl weg. Es wurde behaglicher, der Herzog begann auch gleich mit seinem Anliegen. Wir sollen für ihn ein Problem lösen, da wir ja in Dragenfeld alles super hinbekommen hatten und natürlich auch das im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler gut gemeistert hatten, stand es für ihn außer Frage nach noch irgendwem anders zu schicken. Wir sollen die merkwürdigen Verbrechen oder vielmehr das Verschwinden der Personen erklären und stoppen, so drückte er sich aus. Wir hakten ein wenig nach und bekamen nur ausweichende Antworten, die uns nicht viel weiter brachten.

Aber wir bekamen von ihm eine Rüstung nach Wahl und wintergerechte Kleidung, das war mir nur gerade recht da es schweinekalt geworden war. Dazu bekamen wir noch einen Klumpen mit Hirschtalk, ein Achat der irgendwas mit Boron und Hesinde zu tun haben sollte und ein Borndorn der mit Silber überzogen war. Das Beste war, dass wir nicht mehr laufen mussten, denn er gab uns eine winterfeste Kutsche incl. Fahrer mit. 

Aber dann bekamen wir noch mehr Informationen und uns ging der Atem nur noch stockend. Es waren höchst wahrscheinlich mehr als sechzig Menschen verschwunden, unaufgeklärt verschwunden und scheinbar immer wenn sie alleine waren. Wie konnte so etwas passieren, dachte ich bei mir. Die Meisten sind in und um Baliho verschwunden. Nun standen wir vor einem Rätsel, wie sollten wir so viele Menschen so schell finden, ohne das es weitere Opfer gab. Also machten wir uns schnell auf den Weg, um auch schnell die Ursache zu finden. Ich hatte eine Vermutung, aber ohne Bestätigung konnte ich sie noch nicht aussprechen. 

Wir fuhren also los in Richtung Baliho, aber wir sollten nicht lange nach unserem Aufbruch schon einen Stopp machen nämlich in Donnergrund dort waren gleich 8 Menschen verschwunden. Wir versuchten es mit Befragungen des Wirtes und des Bürgermeisters. Diese verwiesen uns zu einer alten grantigen Frau, die etwas außerhalb der Siedlung wohnen sollte, sie sei eine Hexe so sagte man uns, also auf zu dieser Myrthe, der Heilerin des Dorfes. Nach kurzer Zeit erreichten wir auch schon ihre Hütte und wir klopften. Sie brauchte ewig so schien es mir um an ihre Türe zu kommen. Nach kurzem Geplänkel hin und her wurden wir auf einen Tee eingeladen und ich fragte sie ob sie wirklich eine Getreide des einen Besitzers kaputt gemacht habe oder es vielmehr verzaubert habe. Sie schmiss mich ohne viel Federlesen aus der Hütte. Also machten Hagen und ich mich auf den Weg in den Wald um dort nach Spuren und Leichen zu suchen. 

Ich fand auch was und in dem Moment als ich mich bückte um die Spur zu deuten schoss etwas wie aus dem Nichts auf mich, mitten durch die Schulter durch und dann noch mit Betäubungsgift. Na danke, ich konnte nur noch den Rückzug antreten. Nach kurzer Zeit konnte ich schon nicht mehr meine Beine richtig bewegen, ich konnte sie nicht mehr abknicken.

Wir kamen also in der Hütte an und Hagen versuchte mit gut zureden die Frau dazu zu bringen mich zu heilen, wären dessen machte sich Markus schon daran mich zu heilen. Denn Hagens Versuche waren vergebens. Soll sie doch sterben, dann lernt sie Respekt zu haben. Keno kam nach einer Weile wieder aus dem Wald und versuchte mich dann zu heilen, denn das Gift konnte der Magier nun mal nicht heilen auch wenn er die Wunde geheilt hat so blieb immer noch das Gift. Ich werte mich dagegen so gut ich konnte, aber mein Körper wurde immer schwächer und ich konnte nicht an meine Beutel. Keno kam die rettende Idee, er gab mir Gulmondtee und flößte ihn mir nach und nach ein, so wurde ich ruhiger und sie konnten mich stabil genug ins Dorf bringen und ich konnte mich wärmen und schlafen.  

Doch es war noch nicht vorbei, wenn ich jemanden oder besser gesagt etwas jage lasse ich auch nicht von meiner Beute los. Das Wesen oder der jenige der mir das angetan hatte würde früher oder später zurück kommen. Während ich schlief, machte sich Keno noch einmal an die Spuren suche im Wald und er fand heraus, dass das Lebewesen uns bis zur Hütte verfolgt hat und wahrscheinlich auch bis ins Dorf. Wir schlussfolgerten schnell das dieses Etwas sich unsichtbar machen konnte, denn es ist Keno das eine mal entgegen gelaufen und Keno hat sehr gute Augen. 

Wir überlegten, wer oder was diese Kreatur sein könnte und ob sie denn, wenn sie unsichtbar wäre, auch unverwundbar sei. Wir hofften einfach das Beste, das es das nicht ist. Hagen versuchte sich rührend um mich zu kümmern, doch ich habe ihn die meiste Zeit weggestoßen, ich habe die Vermutung, das er mich trotz meiner Fähigkeiten und meinem Willen für schwach hält oder dieses gerne hätte. Nach einiger Zeit ging Keno noch einmal nach draußen und versuchte heraus zu finden, wo der Angreifer hin sei und er fand auch eine Spur auf dem Dach und prompt fällt ihm nichts besseres mehr ein, als dort hoch zu klettern. Kaum war er oben und hatte die Spur entdeckt musste er ihr nach und fiel, wie konnte es anders sein, vom Dach herunter. Ich bin froh, dass ihm nicht mehr als ein paar blaue Flecke passiert war. Als er sich wieder aufgerappelt hatte und Farah erblickte rief er ihm nur zu, dass es im Haus sei und von oben nach unten komme. Farah ging gleich auf Angriff und lief mit dem Dolch in der Hand vorweg. Gleich dahinter kam Keno mit aufgelegtem Pfeil. Die Menschen, die im Gasthaus waren, einschließlich dem Wirt zogen es vor lieber das Haus zu verlassen. Ich ging ebenfalls nach oben und wollte den anderen helfen, als Markus mir entgegen stürmte und in der Küche verschwand, Hagen hinter ihm her.  

Farah und Keno waren mittlerweile im obersten Stock und ich stand auf der Treppe zwischen dem ersten und dem letzten Stock. Keno kam wieder aus dem Zimmer und verkündete, dass er, sie oder es hier entlang gekommen sein musste den es waren noch Schneespuren dort. Sie gingen langsam aus dem Raum hinaus und machten die Türe wieder zu, dann wollten sie gerade zum nächsten Raum gehen, als es unter mir zu stauben und zu knarren begann und ich mich schnellstens umdrehte, um nach zu sehen was dort geschah. Es war Markus der mit Mehl, das er zerstreute, die Treppen empor stieg. Ihm folgte Hagen, dieser hielt inne als er auf der Treppe unter mir war und begann wild mit seinem Stab in der Gegend zu fuchteln. Keno meinten nur kurz und bündig: gute Idee. Als Markus kurz vor mir war und den Raum zwischen mir und ihm bestäubte war eine Gestalt zu erkennen, so schnell konnte ich nicht reagieren, die Gestalt packte mich und drückte mich an die Wand. Farah war der Erste der reagierte. Er warf den Borndorn, den er in seiner Hand hielt, doch es brachte nicht das Geringste. Als nächstes war Keno zur Stelle, der einen versilberten Pfeil nach dieser Frau schoss. Ja es war eine Frau, zumindest laut Statur, denn ihr Gesicht war bis auf zwei kleine Schlitze und ein etwas größeren Schlitz am Mund mit einer Ledermaske überdeckt.

Aber nun wussten wir, was es war, ein Vampir, denn dieser weibliche Vampir sog mein Blut direkt aus meinem Hals und zwar alles oder zumindest fühlte es sich so an. Markus war als nächstes mit reagieren an der Reihe, er schoss irgendwie aus seinen Fingern Feuer auf diese Kreatur und sie brüllte auf. Das war es anscheinend - Feuer - das war die Waffe, die gegen den Vampir half. Denn kurz darauf versuchte sie zu fliehen, aber Farah hielt sie durch einen mutigen Sprung auf und schleuderte sie so Boden. Ein paar Sekunden später schoss Markus noch einmal auf sie und sie wurde zu Staub, das war das Letzte was ich für diesen Abend gesehen hatte, denn meine Sinne schwanden und ich wurde ohnmächtig. 

Ich schlief lange und ich konnte nicht verstehen, was genau passiert war, als ich aufwachte. Doch dann kam alles wie ein Blitz zurück und ich wollte nur noch hier weg. Aber alle waren dafür weiter zu suchen, vielleicht war ja noch so einer in der Gegend. Wir gingen also zu den Dorfleuten und  wollten von den Leuten wissen, ob diese Kreatur die uns begegnet war die erste Verschwundene war, nämlich die Jägerin NADARIE und durch die Waffe, die sie im Gasthof verloren hatte, konnten sie uns das auch bestätigen. Also gingen wir in den Wald und suchten ihre Hütte. Dort fanden wir sie alle Verschwundenen, außer den dicken 130 Stein wiegenden Bauer Anturock, den fanden wir aber kurze Zeit später in einer Felsspalte. Er war vermutlich zu schwer für sie gewesen. 

Wir teilten also den Dorfbewohnern mit, was sich zu getragen hatte und baten sie, wenn noch mehr passieren würde, sollte man uns in Baliho im Travia Tempel eine Nachricht hinterlassen; wir würden dann wieder kommen. Die Beerdigung der Toten fand ohne uns statt, denn wir mussten weiter den wahren Übeltäter finden und vernichten, wenn es uns möglich wäre. 

Wir fuhren also zum nächsten Dorf, wo wir wiederum auf Tote stießen aber dieses mal wirklich nur Tote, so wurde uns von den Dorfbewohnern versichert. Wir forschten trotzdem weiter nach und fanden heraus, das ein Goblinstamm in der Nähe sein Unwesen trieb, aber die seien trotzdem noch weit genug weg, um hier jemanden zu schaden, da sie ein sieben Tagesmarsch zwischen ihnen und uns hätten zurück legen müssen.. Für mich war alles klar, wir konnten weiter, aber die anderen wollten nach einem Goblinvampir suchen, der seine Opfer nur so aussehen ließ, als ob sie überfallen wären.  

Es machten sich Hagen, Keno, Farah und ich auf den Weg, denn wenn es wirklich wahr sein sollte, würde ich alles daran setzen um diesen Vampir unschädlich zu machen. Nach cirka einer Stunde fiel uns auf, das wir Richtung des nächstem Dorf unterwegs waren und wir hatten die Kutsche noch da und Markus, der sich nach soviel Anstrengung unbedingt hinlegen musste. Verständlich nach allem was er getan hatte. Also gingen Hagen und ich zurück zum Dorf Schnackenteich. Ich bin Markus ja sehr für seine Hilfe dankbar ,aber warum musste er dann immer so groskotzig wie mein früherer Besitzer tun, da bekomme ich immer ein Hass, aber er kann ja eigentlich nichts dafür. Warum musste er sich nur gerade heute hinlegen und nicht wann anders, es ist echt nicht schön im nassen Schnee rum zulaufen. 

Keno und Farah machten sich derweil auf, die Spuren zu verfolgen und verloren sie an einer Lichtung im Wald. Als Keno es nicht schaffte die Spur wieder zu finden, drückte er den Ring des Herzog und seine Klamotten und seine Ausrüstung Farah in die Hand und warnte ihn vor, dass er sich jetzt in ein Tier verwandeln würde. Er solle ihm folgen und die Sachen mitnehmen.

Als er mit der Verwandlung fertig war stand dort nicht mehr ein Elf sondern ein ausgewachsener Silberlöwe, einem Säbelzahntiger nicht unähnlich. Farah war total entsetzt tat, aber wie ihm geheißen, nur mit beträchtlich mehr Abstand, wie er zu erst gedacht hatte. Keno, die Raubkatze, legte auch gut Tempo vor und eine Spur die selbst Farah sehen konnte. Die Jagd konnte losgehen, man sah die Leidenschaft und die Kraft und die Schnelligkeit der Raubkatze an. Nach cirka ein bis zwei stunden fand sie endlich eine Höhle in der sich etwas bewegte. Es war ein Goblin und dieser hatte auch noch spitze Zähne. Also das richtige Opfer für den Jäger. Das einzige Problem, das auftauchte, war dass der Goblin die Raubkatze Keno einmal Schnitt, ansonsten gab es keinerlei Gegenwehr, denn mit zwei Bissen war der Goblinvampir weg. Der Kopf rollte aus der Höhle bis vor Farah' s Füße und wurde dort zu staub. Farah ließ einen kurzen Schrei los und Keno stürmte auf ihn los, bremst kurz vor ihm ab und ging wieder in die Höhle. Er hatte gerade noch rechtzeitig erkannt, das Farah keine weitere Beute da stellte und über die Instinkte seines Seelentieres obsiegt.  

Nach einer Weile kam er da auch wieder raus, zur selben Zeit als Hagen und ich im Wirtshaus eintrafen. Wir fragten, wo der Magus wäre und bewegten den Kutscher dazu die Pferde anzuschirren. Der Wirt meinte, das der Magus noch nicht fertig sei und das er dort drinnen sei bei einem Verhör. Er zeigte auf eine hölzerne Türe. Ich klopfte ohne viel Federlesen an und als er immer noch nicht antwortete klopfte ich noch fester an die Türe. Markus meinte nur mit knappen Worten er sein noch nicht fertig. Ich antwortet, er müsse aber jetzt fertig sein, da wir weiter ins nächste Dorf müssten. Dort warteten Keno und Farah auf uns also los. Da keine Antwort kam trat ich kurzer Hand die Türe auf und erwischte ihn in der Badewanne mit einer Frau aus dem Dorf. Sie fing an zu schreien und ich sagte mit einem lauteren Ton ich gebe dir 5 Minuten, dann bist du draußen sonst passiert was anderes als das eine Türe auffliegt. Hagen wollte sich schon Markus anschließen, aber er hatte das Pech das ich schon sauer war, denn sie spielten sich alle auf als wären sie der Herzog von Weiden persönlich. Wie konnte man nur so was tun ? Wie konnte ein Ring einen Menschen so verändern ? 

Als wir endlich in der Kutsche saßen und Markus sich eine Standpauke anhören musste, das selbst der Kutscher und Hagen, der sich lieber draußen neben den Kutscher gesetzt hatte, alles hören konnten. So ging es dann auch die ganze Fahrt über bis wir in Keilersried waren.

Derweil kamen Keno und Farah unversehrt am Waldrand zu Keilersried an. Keno haute einmal die Pranke gegen sein Bündel und wartete ob Farah das verstanden hatte. Er hatte, er ließ das Bündel hinter einen Baum fallen und ging dann in Richtung Dorf davon. Keno streifte noch eine ganze Weile in dem Wald herum. Farah kam währenddessen im Wirtshaus in Keilersried an und wedelte mit dem Ring herum bekam auch sofort vom Wirt den besten Tisch und die volle Aufmerksamkeit. Er wollte aber mehr zwei Waschzuber mit gut warmen Wasser und ein gutes Essen danach. Als Keno dann ankam durfte er in den zweiten Zuber steigen und konnte sich aufwärmen. Da kam dann auch der erste Spruch von Farah, Keno ich will dir nur eines sagen: "FREUNDE - KEIN FUTTER". Nach dem sie aus der Wanne gestiegen waren und das Essen vor sich hatten, kamen dann auch endlich wir an und wir saßen zum Glück gleich vor dem gut eingeheizten Kamin dort besprachen wir uns kurz. Ich petzte den anderen was Markus getan hatte und wir gingen dann  alle in die vorbereiteten Zimmer und schliefen tief und fest bis zum nächsten Morgen.


Als wir endlich alles besprochen hatten, war es endlich soweit, wir konnten uns alle ausruhen und schlafen gehen. Nach einer etwas erholsameren Nacht wie die letzte, bekamen wir auch gutes Frühstück und Verpflegung für die Fahrt. Hagen saß bei dem sehr geselligen Kutscher und hörte sich seine Geschichten und Erzählungen von seinen Frauen an. Hagen machte das anscheinend nicht das Geringste aus und fragte auch immer weiter nach und wollte alle möglichen Details wissen. Wir würden ja spätestens in acht Stunden in Anderath sein, so dachte ich wenigstens. Denn es war wirklich bitter kalt in dieser Gegend.

Am Mittag kamen wir dann an einer Kutsche vorbei, die in einer Schneewehe sich offensichtlich das Rad und die Achse gebrochen hatte. Wir wollten ja nicht, ohne wenigstens einmal nach zu sehen, vorbei fahren, also erhoben wir uns und gingen erst einmal um die Kutsche herum. Dort war nur der Bruch der Achse zu sehen und das vor der Kutsche ein toter Ochse lag. In der Kutsche machten wir eine furchtbare Entdeckung der Händler, dem die Kutsche offensichtlich gehörte hatte saß in Mitten seiner Waren und in alle möglichen Decken eingehüllt und schlief anscheinend. Aber das Schreckliche daran war, dass der Händler keine normale Farbe im Gesicht hatte, nein er war wie mit blauer Farbe überzogen worden. Der Händler war erfroren. Wir verließen das eisige Grab des Händlers und malten überall Boronszeichen auf den Wagen.Mehr konnten wir hier nicht mehr tun. Selbst Farah nahm nichts aus der Kutsche heraus, denn er wollte die Ruhe des Toten nicht stören.

Wir machten uns also weiter auf den Weg nach Anderath. Nach einiger Zeit  - ca.  3 Stunden kamen wir dann endlich an und freuten uns schon auf ein wenig Ruhe, aber nein es ging gleich weiter, aus der Ruhe wurde nichts. Keno sorgte bei der Stadt dafür, dass die Kutsche mit dem erfrorenen Händler geborgen wird und dass die Leiche eine würdige Bestattung bekommt bevor Räuber und Tiere sich über Händler und Waren hermachen. Keno fragte, ob hier auch Leute verschwunden wären und es wurde gleich bejaht, denn zu unserem Missfallen war wirklich jemand verschwunden nämlich ein Fuhrmann und der einzige Zeuge von diesem Vorfall wurde als Verrückter abgestempelt.

Also wollten wir von den Gardisten die ganze Geschichte von dem verschwundenen Fuhrmann wissen. Wir wollten auch den Mann sehen, der die Gardisten gerufen hatte, weil er Streitende gehört habe und Gefechtslärm. Wir mussten leider die armen Leute von den Feldern holen lassen um sie zu befragen, aber sie freuten sich uns helfen zu können, zumindest meinte ich das zu spüren und wollte ihnen einen Drink ausgeben aber sie verneinten und sagten sie lassen sich nicht bestechen. Was sie wohl damit wieder gemeint haben, ich habe keine Ahnung. Wir bekamen nichts weiter raus, nur das der Zeuge nach Westen abgehauen wäre.

Also wollten wir uns auf den Weg nach Norden machen, aber Keno zickte rum, er wolle bei seiner holden Isolde bleiben und sich dort etwas ausruhen, aber wir anderen überredeten ihn nun endlich auf zu brechen, denn wir könnten am Abend dort sein und könnten dort mit weiteren Nachforschungen beginnen. Aber wir hatten nicht mit der holden Isolde gerechnet, die dem Fahrer unserer Kutsche ihre Bluse, die sie getragen hatte, gegeben und er solle diese Keno geben. Was für eine seltsame Anmache, bei uns im Dorf geht das ganz anders und in Al Anfa haben sich die Männer immer versucht zu nehmen, was sie wollten, zum Glück bin ich immer wachsam geblieben außer, ach das gehört hier nicht her

Wir begaben uns also auf den Weg nach Rahjasried und stellten kurz nach unserer Ankunft fest das in Rahjasried 3 Menschen verschwunden waren, die erste war die Frau vom Dorf Büttel, die Zweite war die Kräuterfrau vom Dorfrand und der Letzte war der Geweihte des Efferd Tempels.

Ok, scheinbar gab es hier viel zu tun und wir sollten uns früh Schlafen legen damit wir am Morgen fit waren für die Suche nach den Vermissten, was wir auch alle taten.  Am nächsten Morgen war es wahnsinnig kalt im Schlafsaal, denn ein Fenster stand sperrangelweit offen. Wir versuchten uns alle sehr schnell zu wärmen, bis auf Markus, der stand gar nicht erst auf und wachte auch nicht auf Zuruf auf. Irgendwas stimmte nicht, da musste doch was passiert sein. Aber er hatte keine Verletzungen am Hals oder sonst wo, dennoch  hatte er nur noch einen sehr langsamen und sehr schwachen Puls, also taten wir alles um ihn wieder fit zu bekommen. Wir brachten ihn erst einmal hinunter in die Schankstube und legten ihn vors Feuer. Die Lebensgeister stiegen wieder in ihn und der Puls wurde langsam kräftiger und ich konnten ihn auch wieder schneller werden fühlen. Markus hatte sehr viel Glück, dass nichts Schlimmeres passiert war und das er überhaupt noch aufgewacht ist. Wir hätten Wachen aufstellen sollen, aber nein wir schafften es nicht einmal mehr uns selber zu schützen, wie sollten wir dann andere schützen.

Wir machten uns daran weitere Nachforschungen anzustellen. Unsere Nachforschungen wurden aber erst einmal durch den Dorfbüttel behindert, der sich mit mir anlegen wollte, aber ich habe es ihm gezeigt, dass er mit einer Frau oder mit mir nicht so umspringen kann. Keno hielt mich auch noch auf als ich ihm gerade diese hinterwäldlerische Einstellung aus dem versoffenen Schädel prügeln wollte, denn die Bevölkerung des Dorfes war nun mal auf uns aufmerksam geworden und wollte uns angreifen, wenn wir den Büttel nicht sofort in Ruhe lassen würden. Durch Kenos beherztes Eingreifen und der Schnelligkeit von Farah, der den Siegelring des Herzogs mitbrachte wurde schnell alles aufgeklärt. Der Bauer, der hier sehr angesehen war, half uns in dem er den Büttel zum Schweigen brachte und ihn nach Hause schickte, so musst ich mich nicht mehr mit ihm rum ärgern. Er schlug anscheinend auch seine Frau, die deshalb von ihm weggegangen war und die Erste der Verschwunden darstellte. Sie sei aber freiwillig gegangen und sie wollte schon lange von ihm weg, was mich aber nachdenklich machte, niemand hat sie seit her gesehen und sie hatte sich von niemandem verabschiedet oder auch nur einen Teil ihrer Sachen mitgenommen.

Wir stellten weitere Nachforschungen an und gingen in den Tempel während Farah noch einmal zum Dorfbüttel ging und ihn aushorchte. Auf dem Boden war ein kleiner Staubhügel genau zwischen Becken und dem Efferdaltar, also war der Geweihte auf jeden Fall tot, seine Kleidung lag neben dem Aschehaufen und wir mussten davon ausgehen, dass er als Vampir nicht lange genug gelebt hat um weiteren Schaden anzurichten. Nach dieser Erkenntnis machten wir uns dran zum Haus oder zur Hütte der Kräuterfrau zu gehen ob dort auch ein Staubhügel war und so war es auch. Also waren beide von einem Vampir gebissen worden und danach zerfallen. Aber wo war dieser Vampir ?

Als nächstes gingen wir wieder zurück zum Gasthof. Wir wollten wissen, wie es Markus geht und er saß auch schon vor dem Kamin und war wach. Hagen wischte Rrbrochenes vom Boden auf und wir näherten uns vorsichtig. Markus sagte nur, nette Freunde habe ich da die mich auch noch fesseln wenn es mir nicht gut geht und mich vergiften wollen. Ich wechselte schnell einen Blick mit Keno und Farah und begann dann auf Markus einzureden, dass das nicht so gemeint war, aber was wäre passiert wenn du wirklich ein Vampir geworden wärst dann wäre es ja sinnvoll gewesen. Darauf erwiderte er, wir haben dich auch nicht gefesselt als du gebissen worden bist oder. Ich gab mit beschämen zu, das er recht habe, aber meinte dann zu ihm, siehst du, dich fürchten sie mehr alles mich.

Nach dieser mehr oder weniger schrecklichen Diskussion aßen wir noch etwas. Keno und ich gaben nicht auf, es musste eine Lösung für unser Problem geben also gingen wir zu dem Großbauern der uns am Morgen diesen Tages geholfen hatte. Wir mussten erst einmal zwei Kilometer durch den Schnee stapfen, ehe wir bei dem Bauern angelangt waren, denn sein Hof war außerhalb des Dorfes. Keno wäre am liebsten gleich wieder aus dem Wohnhaus gegangen, denn es stank ihm zu sehr nach allem. Aber ich fand es herrlich, die verschiedenen Gerüche erinnerten mich daran, wenn wir ein großes Fest gefeiert hatten wurde auch alles mögliche durch einander gekocht oder gesäubert. Der Bauer bot uns einen Tee an, den ich gerne annahm, den es war einfach bitter bitter kalt. Ich bin es einfach hier in der Gegend die Temperaturen nicht gewohnt und auch sonst nicht in Al Anfa, da war es ja wenigstens in den Sommermonaten wirklich warm. 

Der Bauer sagte, es seinen noch mehr Menschen in dem nächsten Dorf verschwunden und wir sollen doch dort einmal hin und uns dort umhören. Also gut, wenn wir heute Abend kein Glück haben den Vampir zu stellen, dann gehen wir erst einmal ins nächste Dorf um dort festzustellen was dort los ist.

Also gingen wir wieder zurück zum Wirtshaus und ließen uns ein gutes Abendessen servieren. Nach dem Mahl ging erst einmal Markus sich waschen durch seine Übelkeit hatte er auch seine Robe etwas verschmutzt und wollte wenigstens zum Abend noch sauber sein. Nach einiger Zeit gingen wir in unsere Betten und versuchten alle Wache zu halten. Nach einigen Stunden hörte ich ein Geräusch, wie wenn ein Tier die Holzwand außen hochkletterte. Dann eine Minute später öffnete ein Dolch die Verriegelung des Fensters und es öffnete sich leise. Nach einem kurzen Abwarten schossen und waren Keno, Farah und ich fast zur gleichen Zeit unsere gezückten Waffen ab.

Es half aber anscheinend nichts, denn der Besucher fiel aus dem Fenster und rannte so schnell er konnte in Richtung Wald. Scheiße er entkommt, dachte ich nur und rannte so schnell aus dem Haus wie ich konnte. Farah der gleich ziemlich nahe am Fenster stand hüpfte in dessen gleicht dort hinaus, genauso Keno und Hagen. Wir kamen gleichzeitig unten an, Farah hatte etwas Vorsprung. Nach einiger Zeit wandte sich Farah um und lief zurück. Keno und ich wurden ziemlich schnell von den Schneemassen aufgehalten, aber Hagen sauste an uns vorbei. Nach weiteren anstrengenden Minuten im Tiefschnee, in denen wir uns unermüdlich fortbewegten um hinter dem Angreifer herzukommen, kam von hinten irgendwas mit lauter kleinen Glöckchen an, der Kutscher des Herzogs, den 12en sei Dank. So kamen wir natürlich viel besser voran, dachte ich in nur. Wir sprangen auf und folgten weiter den Spuren. Der Kutscher hatte als erstes erkannt, dass der Weg gleich neben den Abdrücken von dem Flüchtigen verläuft. So kamen wir doch noch schnell genug hinter ihm her, um zu sehen wohin er rannte.

Wir kamen an einen einsamen Hof, der sehr verlassen und ausgestorben wirkte, gerade Letzteres passte sehr gut, da vor kurzem alle Mitglieder des Hofes wohl gestorben waren und auf dem Platz neben dem Haus beigesetzt worden waren. Der Flüchtling hatte sich in den Heuschober verkrochen und war scheinbar hinter dem Heu direkt hinter dem Dach. 

Wir gingen vorsichtig hinter ihm her und versuchten ihn zu beruhigen, den man konnte anscheinend mit ihm reden, den er sagte immer wieder, „Verschwindet hier, ihr habt Fredo weh getan. Fredo unschuldig“. Die anderen sagten ihm immer wieder was er unserem Freund angetan hatte. Ich versuchte mit ihm erst einmal überhaupt zu reden und ihn vertrauen in mich zu lehren. Aber er sagte immer hysterischer „geht, GEHT, GGGGGGGGGGEEEEEEEEEEEHHHHHHHHHHTTTTTTTTTTTTTT.“ Ich setzte mich unten in den Heuschober und versuchte ein Gespräch mit ihm anzufangen, irgendwie war ich nach kurzer Zeit von seinem Blick so gefesselt, dass ich alles um mich herum vergaß und auch der Schneeball der anderen an meinen Hinterkopf riss mich nicht aus den Gedanken. Farah war letztendlich meine Rettung, er zündete die Scheune an, in die der ich saß und scheuchte Fredo so auf.  Fredo knallte hinten gegen die Bretter bis diese fast brachen, aber wir konnten ihn wieder in die Scheune treiben und versuchen ihn dort zu erwischen.

Ich kletterte dann noch auf die Dachbalken um ihn zu erwischen und ihn von dort oben weg zu bekommen. Aber im Endeffekt ging das nicht  Ich knallte zum Glück nicht so schwer auf dem Boden auf  und konnte mich auch mit meinen Waffen aus der Gefahrenzone retten, aber Fredo knallt mit runter. Er wurde da von Keno, Farah und Hagen angegriffen und auf dem Boden mit Lampenöl übergossen und auch mit dem Schwert scheinbar verletzt. Sie schmissen dann eine der brennenden Holzlatten auf ihn und er fing schreiend und kreischend Feuer und rannte dann wie von einem Dämonen gebissen nach draußen. Farah und Keno versuchten ihn noch auf zu halten und  das gelang mehr schlecht als recht, da Fredo enorme Kräfte besaß und wahnsinnig schnell auf das Scheunentor zu rannte. Genau in dem Augenblick tauchte dort der Kutscher auf, der das Feuer gesehen hatte und sich Sorgen um die Helden machte. Fredo rannte genau auf ihn zu und der Kutscher holt mit seinen kräftigen Armen aus und schlug ihm den Arm mit seiner ganzen Kraft gegen den Hals und riss ihn so von den Beinen. Die anderen griffen Fredo sofort noch einmal an aber rannte brennend auf den kleinen Fluss zu und sprang in das noch nicht zugefrorene Wasser um die Flammen zu erlöschen. Scheinbar war aber das Wasser für den Vampir tödlicher als das Feuer, denn Fredo löste sich von einem Augenblick zum anderen schreiend auf und verschwand. Wir konnten von Glück sagen, dass er sich in seiner menschlichen Angst vor dem Feuer selber getötet hatte, denn wir wussten nicht, wie wir ihn noch hätten verletzen können, es ging ja mit nichts was wir noch hatten. Unser Kutscher war von dem Szenario etwas verstört und schwieg zum ersten mal auf dem Rückweg zu unserem Dorf.

 

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